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Dieser Bericht darf unter Verwendung eines Herkunftsnachweis für Deine Webseite kopiert werden Manchmal kommen wir bei unseren Kleintieren leider nicht um eine Operation herum. Sei es nun durch einen Eingriff wie z.B. Kastration oder aber durch schwerwiegendere Dinge wie z.B. einer Entfernung von Geschwüren, Kaiserschnitt bei Geburtskomplikationen, Verletzungen etc. Grundsätzlich wäre zu bemerken, dass ein chirurgischer Eingriff bei Kleintieren wie z.B. Nagern immer mit einem deutlich größerem Risiko behaftet ist, als bei größeren Tieren. Das liegt zum einen daran, dass auf Grund des geringen Gewichtes und des anfälligen Kreislaufs das Narkosemittel schwerer zu dosieren ist. Und auch an der Anatomie der Tiere, bei der der behandelnde Tierarzt sich mit seinen Geräten zurecht finden
muss. Was bei Hund oder Katze noch gut zu erkennen ist, ist bei Nagern oftmals sehr schwieriger zu lokalisieren und auch der kleinste Millimeter daneben kann schlimmste Folgen haben. Artübergreifend gibt es aber einige generelle Tipps: Eine interessante Abwandlung der Wärmflasche entdeckte ich nach dem Kaiserschnitt meines Chinchillas. Das beheizte "Wasserbett". Da ich Probleme mit der Wärmflasche hatte und sie von meiner Chindame nicht richtig angenommen wurde, beschloss ich spontan einen stabilen Gefrierbeutel mit heißem Wasser zu füllen und diesen in den Käfig zu legen. Zufälliger Weise fiel mein Blick dabei auf mein Folienschweißgerät, und um ein Auslaufen des Wasser zu verhindern, habe ich die Tüte kurzerhand verschweißt. Da in dem Beutel nun auch eine große Luftblase mit eingearbeitet war, konnte sich das Wasser je nach Lage des Tierkörpers verteilen und damit optimal anpassen. Umwickelt mit einem Trockentuch, war die Tüte auch knabbersicher verpackt. Zum Aufwärmen des Wassers habe ich den Beutel entweder für ein paar Minuten in sehr heißes Wasser gegeben , oder aber eine heiße Wärmflasche untergelegt. Das Wasserbett war in den folgenden Tagen der Aufenthaltsort Nummer eins und man sah dem Chinchilla direkt an, dass es Wärme und Körperanpassung zur Wundentlastung genoss. Wichtig ist in den ersten Tagen auch eine ausreichende Versorgung mit genügend Futter (speziell Heu bei den Rassen, die es bevorzugen) und vor allem viel Trinkwasser.
Des weiteren sollten Sie die Ausscheidungen Ihres Tieres genau unter Kontrolle halten. Manche Tierarten bekommen bei größeren Eingriffen Probleme mit dem Magen – Darmtrakt und müssen dann speziell behandelt werden (Einsatz von bird-bene-bac empfiehlt sich immer, erhältlich beim Tierarzt). Das Urin kann gerade bei Eingriffen in der
Die Wunde sollte täglich einmal kontrolliert werden. Sie darf nicht sehr hart sein, möglichst ohne auffällige Verfärbungen und nicht geschwollen sein. Die zusammengenähte Haut ist keine direkte Schwellung. Tasten Sie die Wundumgebung bei Verdacht vorsichtig mit der Fingerspitze ab, allerdings dürfen Sie keinen großen Druck ausüben. Sind Sie sich nicht sicher ob Sie Vereiterungen bzw. unnormal erscheinende Stellen vor sich haben, gehen Sie lieber noch einmal zum Tierarzt, der bei rechtzeitiger Diagnose meist gefahrlos einschreiten kann. Die Wundkontrolle sollten Sie auch dazu nutzen, die Fäden zu kontrollieren. Einige Nager haben die Angewohnheit, sich die natürlich unliebsamen Fäden wieder selber zu ziehen, und das darf natürlich nicht passieren, bevor die Wunde von sich aus zusammen hält. Für diesen Fall können Sie dann - wie auch bei Hunden oftmals angewendet - einen "Trichter" bekommen, der verhindert, dass das Tier an die Wunde gelangen kann. Ansonsten wird Ihr Tierarzt Ihnen einen Termin nennen, an dem die Restfäden wieder entfernt werden können. Und haben Sie diesen Tag erreicht, geht es Ihrem Liebling mit Sicherheit schon wieder sehr gut. © Bild und Text Heike Brzezina, 2001
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